Riverbug – neuer Wildwasserspaß

Sieht man ein Riverbug zum ersten Mal, denkt man zunächst an zwei Bananen, die mit einem Sitz in der Mitte verbunden sind. Diese Bananen bestehen aus einem sehr widerstandsfähigen, aufblasbaren PVC-Material. Der Sitz ist aus Hartschaum und ein verstellbares Rückenteil, das mit Luft gefüllt ist, dient zusätzlichem Auftrieb.

Unter der Rückenlehne findet man ausreichend Platz zum Verstauen von Wurfsack und Tagesgepäck. Ist das Riverbug zerlegt und zusammengepackt, ergibt sich ein sehr kompaktes und leicht zu transportierendes Paket. Gesteuert wird ein Riverbug mit Flossen und Paddelhandschuhen (komplett ohne Paddel!). Der ganze Körper ist im Einsatz und hat Bewegungsfreiheit. Das Riverbug ist extrem vielseitig und in vielen Bereichen einsetzbar. Man kann »Bug-Polo« im Hallenbad spielen, auf einer Spielwelle surfen, Wildwasser fahren oder einfach mal die Füße hochlegen und sich treiben lassen. Riverbugging ist sehr einfach zu erlernen. Neulinge im Kanusport haben auf Anhieb Spaß und können das Gerät ohne großes Training fahren. Selbst wenn man kentert, ist das Aus- und Einsteigen im Wasser ein Kinderspiel. Aber auch erfahrene Kanuten haben im anspruchsvollen Wildwasser ihren Spaß. Wer die Handrolle im Kajak beherrscht, kann das Riverbug ebenfalls problemlos eskimotieren. Mit einer »Bootslänge« von nur 150 cm erwischt man die kleinsten Kehrwasser. 360-Grad-Drehungen sind einfach auszuführen und Tricks wie im Playboating genauso möglich wie im Kajak.

Laut Hersteller sind die Lernerfolge in einem FUN 360 (Einsteigermodell) nach kurzer Zeit viel höher als in einem Kajak. Durch seine Stabilität verzeiht es so manchen Fehler. Anfänger können meist bereits nach einer Grundeinweisung Wildwasser II – III fahren.
Das Riverbug gibt es in zwei Versionen: FUN 360 (unverb. Preisempf. 795 Euro) und Superbug (Sportversion; unverb. Preisempf. 1.249 Euro). Das FUN 360 ist 2010 auf den Markt gekommen, besitzt mehr Volumen und Stabilität und ist damit eher für Einsteiger geeignet. Ein optionaler Hüftgurt mit Klettverschluss bietet Geübten den Halt, um Pirouetten und Tricks auszuführen.

Das Superbug ist hingegen schmaler, wendiger und leicht zu rollen und dadurch prädestiniert für technisch anspruchsvolle Flüsse, Eskimorollen und Tricks. Ein Leistengurt mit Panik-Schnellverschluss garantiert eine bessere Bewegungsfreiheit. Das Superbug gibt es in zwei Größen, für Paddler bis 80 kg (M) und darüber (L). Als Ausrüstung braucht man Neoprenanzug, Schuhe, Schwimmweste, Helm, Flossen, Handschuhe und eine kleine Pumpe.
Fazit: Die Redaktion des kajak-Magazins hatte am Wildwasserkanal Hüningen am Testivaltag von Globepaddler die Möglichkeit, das Riverbug zu testen. Anfangs haben wir das neuartige Gefährt ein wenig skeptisch betrachtet, der Spaßfaktor auf dem Wasser war jedoch sehr groß. Riverbug ist für jedermann einfach zu Erlernen und bietet ein sehr effektives Ganzkörpertraining.

Auf der steirischen Salza bietet der Hersteller Riverbug.me eine geführte Halbtages-Riverbugtour an, bei der man einige Techniken lernen kann. Im Programm sind auch verschiedene Kurse für Leute, die den neuen Sport von der Pike auf vom Profi erlernen wollen. Riverbugs können bei Riverbug.me auch ausgeliehen und getestet werden.

Infos: Riverbug.me, Rathausgasse 7, 91477 Markt Bibart, Tel. 0176 78229032
sowie in A-8924 Wildalpen, Tel. +43 680 2190584; www.riverbug.me

 

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Ausgabe 6.2010
erscheint am 8. Oktober 2010

 

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